Finya

Die Singlebörse Finya 2014: Wie war das mit dem Pferd?

Alles, was gratis ist, wir meist gerne genommen. Genauso ist das auch bei der gratis Singlebörse Finya der Fall. Ein stetiger Wachstum und nach Angaben des Betreibers über 7 Millionen Besucher jeden Monat beweisen das. Dass gratis aber nicht gleichbedeutend mit den Worten gut oder schlecht ist, sollten wir inzwischen Wissen: Ein gratis Fußtritt ist zum Beispiel nichts Tolles, wogegen aber ein gratis Lächeln etwas ist, was immer gerne angenommen wird. Wie sieht es mit der Partnerbörse oder sollten wir besser Plattform zum Flirten „Finya.de“ aus? Stellen wir bei unseren Singlebörsen im Test raus, dass die gratis Singlebörse Finya ein Tritt ist, oder schenkt sie uns ein echtes Lächeln?

Ist die gratis Singlebörse Finya.de wirklich kostenlos?

Finya.de ist tatsächlich vollständig kostenlos zu nutzen. Es gibt hier keine Beschränkungen beim Versenden und dem beantworten von Mails, es kann geklickt werden, wie man möchte und auch der Chat ist selbstverständlich umsonst. Einige wenige Zusatzleistungen können gegen Gebühr dazu gebucht werden, was aber für Nutzung der gratis Singlebörse Finya nicht notwenig ist.

Leider scheint Finya.de von den eigenen Leistungen nicht sonderlich überzeugt zu sein: Es findet sich bei Finya der Hinweis auf eine Anmeldung bei der kostenpflichtigen Datingplattform Parship!

Was bei Finya ein wenig störend wirkt, ist die viele (sehr viele) Werbung, die immer wieder erscheint. Aber wir kennen ja alle das Sprichwort mit dem geschenkten Pferd, welches man nicht ins Maul schauen soll und denken uns auch: Man kann nicht alles haben und vor allem nicht, wenn es umsonst ist.

Werbung, Werbung und noch mehr Werbung. Die „100 Fragen“ von Finya wirken wie eine Umfrage von einem Meinungsinstitut oder einer PR-Agentur. Welches ist deine liebste Biersorte? Welches dein bevorzugtes Auto? Welche Beautyprodukte nutzt du…etc.

Die gratis Singlebörse Finya.de: Es geht ans Eingemachte

Singlebörsen im Test bedeutet für uns immer das Erstellen von 2 Accounts: einen Männlichen und einen Weiblichen, um auf diese Weise einen richtigen Eindruck von der Plattform zu bekommen (ja: ihr müsst uns nicht schreiben, das sind wirklich „Fake-Profile“ …;)). Das ist insbesondere für die gratis Singlebörse Finya.de wichtig, da es hier doch ganz unterschiedliche Erfahrungen gibt, welcher Account gerade genutzt wird.

Bildkontakte

• Der Herren-Account

Wird überschüttet mit Spam oder besser gesagt Scam-Mails, die einen dazu bewegen wollen, sich sonst wo anzumelden oder auch den Skype-Namen und die E-Mail-Adresse herauszugeben. Warum, um alles in der Welt sollten wir das tun (vielleicht sollten die Spammer und Scammer ein wenig dazulernen). Als Mann sollte man also selbst die Initiative übernehmen und selbst in die Tasten hauen …! Das aber auch mit ein wenig Vorsicht, denn oftmals sind die „Damen“ keine wirklichen Damen, sondern eben auch die beiden User, die mit einem S beginnen.

• Der Damen-Account

Erhält auch diese mysteriösen „S-Mails“ zuhauf (Nigeria-Scam?) Zusätzlich aber auch einen ganzen Haufen Mails von Single-Männern: So um die 10 hatten wir schon nach kurzer Zeit, bevor wir überhaupt ein Foto hochgeladen, geschweige denn unser Profil vervollständigt hatten.

Als Mann sollte ein jeder auch Mann genug sein, wenn er ein „Nein“ auf eine Kontaktanfrage in einer Singlebörse erhält, nicht mit Beleidigungen zu kontern oder anfangen zu betteln. Beides zeugt von einem schwachen Charakter. Einfach weitersuchen: Unsere Geschmäcker sind halt alle verschieden.

Stiftung Warentest findet Finya „empfehlenswert“ für alle, die einmal kostenlos auf die Partnersuche gehen möchten. Sicher: Ein Pluspunkt ist es, dass die Plattform gratis nutzbar ist, was die Stiftung zu einem positiveren Ergebnis bringt. Doch da gibt es bessere Plattformen – die zum Ersten ebenso kostenlos sind und zum Zweiten auch insgesamt besser abschneiden.

FinyaSchön, wenn man so begehrt ist und auch ohne Foto soviel Aufmerksamkeit erregt: Doch was da an Mails zum Teil auflief, war dann doch eher schockierend. Neben Anfragen zum schnellen Sex in real oder über Video-Chat bis hin zu der Drohung unseren „Computer zu infizieren“, wenn wir keine Nacktfotos senden, war so ziemlich alles dabei. Ein wenig Respekt sollte doch auf der Tagesordnung stehen – Finya ist sicherlich nichts für zarte Gemüter oder Menschen, die doch ein wenig Wert auf eine anständige Ausdrucksweise legen.

Es gab auch  Anfragen von Männern, die es ehrlich meinen. Hier ist es aber nicht leicht, bei Finya etwas Passendes herauszupicken. Denn die Mehrzahl der User ist doch eher auf das schnelle Abenteuer aus und nicht auf eine Partnerschaft.

Für wen ist die gratis Singlebörse Finya.de geeignet?

Wir geben es zu: Möglicherweise klingt unser Testbericht zu negativ. Denn das Finya total kostenlos zu nutzen ist, ist natürlich ein Pluspunkt, dem man nicht unterschätzen sollte. Daher ist es aber auch so, dass alle, die nur ihre Zeit online vertreiben wollen, ohne wirklich jemanden ernsthaft kennenzulernen sich hier wohl herumtreiben. Anfragen nach schnellen Sex gibt es reichlich, beim Frauen-Account und ebenso Beleidigungen, wenn man Nein sagt.

Als Mann und auch als Frau sollte man sehr vorsichtig sein, wenn es an das „nähere“ Kennenlernen auf dieser Plattform geht. Denn oftmals steckt hinter einem tollen Profil alles andere als ein toller Hecht (oder Hechtin?!).

Wer zu der Gruppe gehört, die sich keine Gebühr in einer kostenpflichtigen Partnerbörse leisten kann oder will und auch kein Problem damit hat „zugespammt“ zu werden, der sollte sich bei Finya.de anmelden. Aber auch diejenigen, die genügend Zeit haben, lange nach dem passenden Gegenstück Ausschau zu halten, finden (vielleicht) ihr Glück in der gratis Singlebörse Finya.de.

Alle anderen sollten dann doch den Ratschlag von Finya selbst beherzigen und sich woanders anmelden. Hier kann es dann beispielsweise die witzige und seriöse Plattform Shop a man sein oder auch eine der kostenlosen Top-Empfehlungen: der Testsieger Bildkontakte (Webseite des Jahres 2013).